CSR Berichtspflicht der EU – erst mal abwarten?

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Im Frühjahr 2014 hat die Europäische Union die CSR Berichtspflicht beschlossen. Betroffen sind Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern, die von öffentlichem Interesse sind und bisher noch nicht über „nicht-finanzielle Aspekte“ berichten. Europaweit handelt es sich hierbei um immerhin 6.000 Unternehmen.

Ziel der Richtlinie ist es, die Transparenz und die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte von Unternehmen in der EU zu erhöhen. Unternehmen, die im öffentlichen Interesse stehen, sollen künftig stärker über ihr Engagement im Umweltschutz, soziale und auf die Mitarbeiter bezogene Initiativen, die Achtung der Menschenrechte und Aspekte der Korruptionsbekämpfung berichten.

Die Richtlinie ist nach in Kraft treten innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umzusetzen. Damit ist die Berichtspflicht spätestens ab 2017 verbindlich durch die Mitgliedsnationen anzuordnen.

Auch wenn noch Unklarheiten zu Art und Weise, wie berichtet werden soll, bestehen, tun betroffene Unternehmen nicht schlecht daran, sich schon jetzt mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Künftig müssen betroffene Unternehmen zu CSR-Themen berichten oder ihre Nicht-Berichterstattung plausibel begründen (comply or explain-Ansatz). Einen Orientierungsrahmen für CSR-Berichte geben nach EU-Empfehlung unter anderem die „Sustainability Reporting Guidelines“ der GRI, die Fortschrittsberichte des UN Global Compact, die OECD-Richtlinien oder auch die ISO 26000.

Weitere Informationen zur EU CSR Berichtspflicht erhalten Sie hier:

Informationen der Europäischen Union

Übersicht der IHK München zu den wichtigsten Eckpunkten

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